Therapiemethoden

 

Verhaltenstherapie

Ursprung der modernen Verhaltenstherapie ist die Lernforschung. Grundlegend geht man davon aus, dass menschliche Verhaltensweisen (günstige wie ungünstige), die aus den drei Aspekten Denken, Fühlen und Handeln bestehen, im Laufe des Lebens erlernt wurden und somit auch wieder veränderbar sind. Unser Denken bestimmt unsere Gefühle, d.h. der Standpunkt den wir einnehmen, entscheidet über die Qualität des Gefühls (ist das Glas halb voll oder halb leer?). In der Verhaltenstherapie wird in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe angeboten. Gemeinsam werden die unerwünschten störenden Symptome oder Verhaltensweisen analysiert, sowohl in Bezug auf die Entstehung (Wann trat das Symptom zum ersten Mal auf? Welche Lebensereignisse waren damals prägend?) als auch in Bezug auf die Aufrechterhaltung (Haben Sie z.B. Einfluss auf die Intensität des Symptoms? Stellen Sie sich vor, sie könnten Ihre Probleme noch größer werden lassen, was müssten Sie dafür tun?). Mit Hilfe verhaltenstherapeutischer Techniken wie z.B. das Führen von Tagesprotokollen oder Verhaltensübungen als Hausaufgaben oder durch Lesen empfohlener Literatur wird ein kontinuierlicher Veränderungsprozess Ihrer Befindlichkeit angestrebt.

 

Klinische Hypnose

Die moderne Hypnotherapie geht zurück auf den amerikanischen Psychiater Milton H. Erickson. Trance wird als ein natürlicher Prozess focussierter Aufmerksamkeit verstanden, wie Sie ihn u.a. auch im Alltag erleben (Faszination durch einen spannenden Film oder ein Buch lässt z.B. Dinge im Umfeld in den Hintergrund treten oder wenn bei sportlicher Betätigung z.B. Läufern die Anstrengung in Leichtigkeit übergeht...). Mit Hilfe von Hypnosetechniken können Sie lernen, sich Ihre Erinnerungen, Selbstheilungskräfte und persönlichen Fähigkeiten für die Erreichung Ihrer individuellen Ziele nutzbar zu machen. Psychische Symptome werden als Lösungsversuche des Körpers verstanden, die jedoch nicht immer alltagstauglich sind, mangels besserer Alternativen aber beibehalten werden. Ziel dieses Therapieansatzes ist es u.a.,

  • alternative Verhaltensmöglichkeiten durch Anregung der Phantasie und des Vorstellungsvermögens zu etablieren.
  • problematische Vergangenheitssituationen durch Bearbeitung fehlender Erfahrungen oder Hemmnisse zu bewältigen.
  • kreative Problemlösungen durch die Entdeckung persönlicher Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln.

Das Verfahren ist keine Kassenleistung!

Wissenschaftliche Belege der Wirksamkeit von Hypnotherapie

Die Wirksamkeit der Hypnotherapie ist in über 200 empirischen Studien für zahlreiche Neurosen, Verhaltensstörungen, medizinische Probleme und viele Bereiche der Psychosomatik nachgewiesen. Besonders erfolgreich ist der therapeutische Einsatz der Hypnose bei allen Angst- und Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Ess-Störungen und Suchtverhalten (bes. Nikotinabusus), psychosomatischen Problemen wie Migräne, Schlafstörungen, Allergien, Neurodermitis u.a., somatoformen Störungen (Reizdarm), somatischen Leiden (Herpes, Warzen) und akutem Schmerz (Geburt, bei Operationen, Zahnmedizin) und chronischem Schmerz (z.B. Tumorerkrankungen, Arthritis).

Quelle:

  • Revenstorf et al. (2003). Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie.
  • Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie

 

Funktionale Stimmbildung

Der Mensch wird in seiner Gesamtheit betrachtet: Körper, Geist und Stimme. Dies ermöglicht die Leistungssteigerung und Harmonisierung der Stimme entsprechend den individuellen Anforderungen und Wünschen (nach Michael Heptner).

Vielleicht leiden Sie unter einer Stimmstörung, sind ständig heiser, strengen sich sehr an, um sich mit anderen zu verständigen? Sie vermeiden es, in der Öffentlichkeit zu reden oder ziehen sich von anderen zurück aus Angst, dass die Stimme nicht trägt? Wollen Sie vielleicht einfach nur besser/gesünder klingen? Oder sind Sie auf eine tragfähige Stimme im Beruf angewiesen?

Aus psychologischer Sicht gibt es viele Gründe, warum uns die Stimme versagt oder wir verstummen. Um Ihnen Ihre Kommunikation mit anderen Personen im Außen zu erleichtern, begleite ich Sie dabei, herauszufinden, wie Ihre eigene innere Kommunikation beschaffen ist. Annahme hierbei ist, dass es intraindividuelle Sozialstrukturen in der Kehlkopfmuskulatur jedes Einzelnen gibt, die sich im interindividuellen Kontakt und in der Qualität, mit der wir uns selbst und andere berühren und berührbar sind, widerspiegeln. Das Aufspüren Ihrer eigenen stimmlichen Ressourcen steht im Vordergrund der psychologischen Stimmarbeit. Außerdem besteht die Möglichkeit, auch mittels Verhaltenstherapie und Hypnotherapie herauszufinden, welche psychologischen Hinderungsgründe es für Sie gibt, Ihre Stimme souverän einzusetzen. Neue Möglichkeiten für Berührung auf glottaler Ebene (im Kehlkopf) wie auch im zwischenmenschlichen Kontakt können Hand in Hand gehen.

Bei Bedarf bietet sich Ihnen auch die Möglichkeit, in Kooperation mit anderen funktionalen StimmbildnerInnen, z.B. Atem, Sprech- und StimmlehrerInnen, Ihre Stimme beruflich wie privat zu optimieren.

Das Verfahren ist keine Kassenleistung!

 

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann (PITT)

PITT ist ein psychodynamisches Verfahren, das sich um Integration verschiedener Ansätze bemüht, die sich in der Behandlung von traumatisierten PatientInnen bewährt haben. Insbesondere geht es um Nutzung der Vorstellungskraft, die viele PatientInnen/KlientInnen da abholt, wo sie ohnehin Ressourcen haben. PITT orientiert sich an Janets 3-Phasenmodell der Traumatherapie.

Phase I ist die Stabilisierungsphase, in der es um Ich-Stärkung und Ressourcenmobilisierung geht. Hierzu gehört die Arbeit mit stabilisierenden Imaginationen, Affekt-und Dissoziationskontrolle mit Hilfe von Achtsamkeits-und Imaginationsarbeit, die Arbeit auf der "inneren Bühne" i.S. angewandter ego-state-therapy, insbesondere die Arbeit mit dem "verletzten Ichs" und "verletzenden Ichs".

Phase II beinhaltet Traumakonfrontation mittels Beobachter-und Bildschirmtechnik,

Phase III Integration, Trauern und Neubeginn.